Beim Bezahlen im Geschäft oder beim Online-Shopping gibst du regelmäßig eine lange Zahlenreihe ein: die Kreditkartennummer. Obwohl den meisten Kreditkarteninhabern diese Zahlen vertraut sind, verstehen nur wenige das System dahinter. Jede Ziffer erfüllt eine Funktion. Sie ermöglicht nicht nur die Abwicklung deiner Zahlungen, sondern sorgt auch für Sicherheit.
Eine Kreditkartennummer ist keine zufällige Ziffernfolge, sondern folgt einer strengen Logik. Sie setzt sich aus verschiedenen Informationsbausteinen zusammen: dem Kartenanbieter, der Kreditkartenart, der Kontonummer und der Prüfziffer.
Die Zusammensetzung beginnt meist mit einer einstelligen Branchenkennung. Die allererste Ziffer gibt Auskunft über die Branche des Herausgebers. Steht hier eine 4 (Visa) oder eine 5 (Mastercard), handelt es sich um eine Karte aus dem Bankwesen. Steht dort beispielsweise eine 1 oder 2, wird die Karte von Fluggesellschaften herausgegeben.
Die 5. Zahl definiert oft die spezielle Kreditkartenart (z. B. "Gold"), während die 6. Ziffer anzeigt, ob es sich um eine Haupt- oder Firmenkreditkarte handelt. Die ersten 6 bis 8 Ziffern bilden zusammen die sogenannte Issuer Identification Number (IIN) oder Bank Identification Number (BIN). Diese identifiziert den Namen und das Land der kartenausgebenden Bank. Danach folgt die Kontonummer. Die Prüfziffer befindet sich an der letzten Stelle der Kreditkartennummer.
Früher war die Kreditkartennummer auf der Vorderseite hochgeprägt und deutlich fühlbar aufgedruckt. Heute ist die Karte primär ein digitales Zahlungsmittel. Viele Anbieter verzichten daher auf die klassische Hochprägung und setzen auf eine schlichte, oft gelaserte Darstellung auf der Rückseite der Karte. Das erhöht die Lesbarkeit und lässt die Karte minimalistischer wirken.
Mindestens 12 Ziffern sind vorgeschrieben, gängige Kartenanbieter nutzen 16-stellige Zahlen, aufgeteilt in vier Ziffernblöcke (z. B. “1234 5678 9012 3456”). Diese Ziffernblöcke erleichtern das fehlerfreie Abtippen. Bei der awa7® Visa Kreditkarte ist der klassische Aufbau inklusive Hochprägung gegeben (siehe Abbildung).
Neben der Kartennummer findest du auf der Vorderseite den Namen der Kreditkartengesellschaft, deinen eigenen Namen, das Ablaufdatum (Angabe z. B. valid thru (gültig bis) “10/26”, Monat und Jahr) und den EMV-Chip. Dieser goldene oder silberne Chip ist nur wenige Millimeter groß und das Herzstück der Kartensicherheit. Er schützt vor Duplikation und Skimming am Geldautomaten und funktioniert auch ohne aktive Internetverbindung. Er ermöglicht zudem die Speicherung von Zusatzfunktionen wie Kundenprogrammen oder einer elektronischen Geldbörse.
Das Funkwellen-Symbol oben rechts signalisiert kontaktloses Bezahlen via NFC (“Near Field Communication”). Du kannst also im Alltag bequem bargeldlos bezahlen, ohne die Karte aus der Hand zu geben. Erst ab Beträgen über 50 Euro ist die Eingabe der PIN erforderlich. Auf Vorder- und Rückseite können Hologramme weitere Sicherheitsmerkmale anzeigen. Der Magnetstreifen auf der Rückseite diente früher der Datenübertragung beim Durchziehen durch Geldautomaten oder Lesegeräte. Heute verliert er zunehmend an Bedeutung, da Zahlungen primär über den sichereren EMV-Chip oder NFC abgewickelt werden.
Auf der Rückseite deiner Kreditkarte (bei American Express auf der Vorderseite) befindet sich auch die Kartenprüfnummer (CVV/CVC). Bei Visa und Mastercard ist diese Kennziffer dreistellig (z. B. “123“), bei American Express ist sie vierstellig und steht auf der Vorderseite. Dieser Sicherheitscode muss bei Online-Bestellungen angegeben werden, da hier keine PIN-Abfrage oder Unterschrift möglich ist. Zusätzlich ist auf der Rückseite der Karte ein Unterschriftsfeld vorgesehen.
Sollte deine Kreditkartennummer in falsche Hände geraten, kontaktiere umgehend den Kartenanbieter. Die Sperrhotlines sind in Deutschland gebührenfrei: Visa unter 0800 811 8440, American Express unter 0049 69 9797 2000. Auch die awa7® Visa Kreditkarte lässt sich über die zentrale Sperrnummer 116 116 blockieren.
Online-Bestellungen von fremden Personen sind möglich, wenn Kreditkartennummer, Karteninhaber, Gültigkeitsdauer der Karte und Prüfnummer bekannt sind. Aus Sicherheitsgründen greift beim Online-Shopping die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Bei der awa7® Visa Kreditkarte müssen entsprechende Online-Zahlungen mittels eines zweiten Faktors (z.B. über die App) freigegeben werden. Ein Betrüger kann mit der reinen Ziffernkombination oft nichts anfangen. Hier findest du weitere Details zur Kreditkarten-Sicherheit.
In jedem Fall haftest du bei Betrug maximal mit 50 Euro, sofern du nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt hast (grob fahrlässig wäre es beispielsweise, wenn du deine PIN auf die Karte schreibst). Da die Bank für unverschuldeten Missbrauch haftet, ist dein monatlicher Kreditrahmen begrenzt. Auch solltest du regelmäßig deine Kreditkartenabrechnung oder dein Girokonto überprüfen.
Händler können die Richtigkeit der eingegebenen Daten mittels des Luhn-Algorithmus prüfen. Auf diese Weise werden Falscheingaben sofort erkannt. Dieser Algorithmus kontrolliert, ob die Nummer mathematisch logisch aufgebaut ist, noch bevor überhaupt eine Verbindung zur Bank initiiert wird. Bei Debitkarten oder Girocards gelten hingegen eigene Validierungsschemata.
Den Abgleich für Kreditkarten kannst du auch selbst durchführen. Bei den meisten Anbietern zählt die erste Präfix-Ziffer in die Berechnung mit ein. Bei Visa-Kreditkarten werden dazu die ersten 15 Nummern verwendet, um mathematisch die 16. Nummer (die Prüfziffer) zu errechnen. Wie das funktioniert, erschließt sich mithilfe der folgenden Tabelle.
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Ziffer
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4
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1
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5
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2
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9
|
9
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1
|
2
|
4
|
5
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6
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7
|
8
|
9
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0
|
| Nummer/Stelle | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 |
| Zeile 3 | 8 | 10 | 18 | 2 | 8 | 12 | 16 | 0 | |||||||
| Zeile 4 | 8 | 1 | 9 | 2 | 8 | 3 | 7 | 0 | |||||||
| Zeile 5 | 1 | 2 | 9 | 2 | 5 | 7 | 9 |
Die Kreditkartennummer ist nicht mit der Kontonummer identisch. Allerdings ist jede Kreditkarte, wie beispielsweise die awa7® Visa Kreditkarte im Lastschriftverfahren, mit einem Bankkonto verknüpft. Die über die Karte getätigten Umsätze werden gesammelt und am Monatsende vom hinterlegten Girokonto abgebucht.
Die Kontonummer ist eine meist 10-stellige Zahlenfolge, die dein Bankkonto eindeutig identifiziert. Bei SEPA-Überweisungen oder Lastschriften spielt sie eine zentrale Rolle, da sie festlegt, von welchem Konto das Geld abgebucht werden soll. Eine Kontonummer endet in der Regel auf zwei Nullen (“00”). Die Kartennummer hingegen dient ausschließlich der Identifikation der physischen Karte für den bargeldlosen Zahlungsverkehr und das Abheben von Bargeld.
Die Geheimzahl deiner Girocard bzw. Debitkarte unterscheidet sich von der Geheimzahl deiner Kreditkarte. Die awa7® Visa Kreditkarte und das zugehörige Kreditkartenkonto verfügen über eine eigene IBAN. Auf diese IBAN könntest du beispielsweise Überweisungen tätigen, um (nach Absprache mit der Hanseatic Bank) deinen Kreditrahmen innerhalb eines vereinbarten Zeitraums zu erhöhen.
Die IBAN kombiniert deine Kontonummer mit weiteren Informationen, wie dem Länderkürzel und der Bankleitzahl, sodass auch internationale Überweisungen unkompliziert möglich sind. Die IBAN deines awa7® Kreditkartenkontos findest du in der App Hanseatic Bank Mobile im Menüpunkt "Meine Karte".
Die Bankleitzahl ist eine 8-stellige Nummer, die dein Bankinstitut identifiziert – ähnlich einer Postleitzahl. Für internationale Überweisungen wird zusätzlich der BIC-/SWIFT-Code benötigt, ein 8- oder 11-stelliger Code, der dein Bankkonto eindeutig zuordnet. In der mehrfach ausgezeichneten App kannst du weitere Daten bequem einsehen und ändern. Zudem bietet sie die Möglichkeit, eine Wunsch-PIN festzulegen. Diese kannst du beliebig oft ändern.
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